New South Wales liegt im Osten Australien. Die Hauptstadt Sydney ist weltweit bekannt und empfängt pro Jahr ca. 15 Mio. Touristen. Das Wetter in New South Wales ist im Norden an der Grenze zu Queensland subtropisch und im südlicheren Bereich eher gemäßigt. Im Winter kann es dort also auch mal kalt werden. In den Bergen kann es sogar Schneefälle geben.
Besonders beliebt sind in NSW die Strände – z.B. in Byron Bay, Jervis Bay oder Coffs Harbour – an denen viele Australier surfen gehen. Und natürlich, nicht zu vergessen, sind die Blue Mountains eine der Hauptsehenswürdigkeiten. Im Inneren von NSW findet man einzelne Weinregionen wie zum Beispiel Hunter Valley. Der Rest des Landes geht mehr in Richtung Outback und hat nicht viel zu bieten.
Sydney
Sydney liegt in der Mitte von NSW direkt an der Pazifikküste und gehört zu den größten Städten in Australien. Es leben ungefähr 5,3 Mio. Menschen dort und ist mit einer Fläche von ca. 1664km² doppelt so groß, wie Berlin.
Am bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Sydney ist natürlich das Sydney Opera House und die Harbour Bridge direkt am Hafen. Wer mit einem Kreuzfahrtschiff in Sydney ankommt, wird diese beiden Bauwerke als erstes sehen.
Sehr beliebt ist außerdem der Bondi Beach, welcher aber auch dementsprechend voll sein kann. Wer es eher ruhig mag, hat eine große Auswahl an kleineren Stränden als Alternative. Im Sommer kann es in Sydney 30°C werden, wo das Meer eine gute Abkühlung ist. Im Winter hingegen sind es tagsüber ungefähr 15°C. Wer also lieber nicht schwimmen gehen möchte, kann auch einen Tagesausflug zu den Blue Mountains unternehmen.
Opera HouseHarbour BridgeStrände
Artenvielfalt
In New South Wales gibt es wie in Australien sehr viele verschiedene Tiere und Pflanzen. Neben den süßen Kängurus und Koalas, begegnet man beim Surfen und in der Stadt noch ganz anderen Tieren.
Haie
Wer öfters mal im Wasser unterwegs ist, könnte auch mal einem Hai begegnen. Doch nicht jeder Hai ist direkt gefährlich. Von 400 Arten leben ca. 170 in Australien. Darunter sind auch der Weiße Hai und der Walai, welcher der Größte aller Haie ist. Die Ostküste Australiens ist der Hotspot von Haien.
Jedes Jahr gibt es im Durchschnitt 20 Haiattacken in Australien. Das hört sich erstmal viel an, jedoch darf man dabei nicht vergessen, wie groß Australien eigentlich ist. Es gibt mehr tödliche Unfälle durch Ertrinken oder im Straßenverkehr. Die schweren Bisse stammen meistens von Weißen Haien, Bullenhaien oder Tigerhaien. Trotzdem braucht man keine Angst haben, im offenen Meer zu schwimmen. An manchen Stränden gibt es auch Haialarmsignale.
Der Kookaburra – auf deutsch auch Jägerliest oder Lachender Hans genannt – ist der größte Eisvogel und eine Ikone in Australien. Sein Gesang oder eher „lachen“ ist sehr bekannt und nicht zu verwechseln.
Er hat braune Federn und ist teils etwas bläulich. Zu finden ist er oft in Wäldern und ländlichen Gebieten. In Australien wird der Cookaburra auch „The bushman’s clock“ genannt, da er mit seinem Lachen den Sonnenauf- und Sonnenuntergang signalisiert. In der indigenen Kultur weckt er mit seinem Gesang die Himmelsgeister, damit sie den Tag erhellen. Hier eine kleine Hörprobe:
Das Possum gehört zu den nachtaktiven Beuteltieren und lebt auf Bäumen. Oft sind sie auch in städtischen Gebieten auf Dächern zu finden, wo man sie auch tagsüber manchmal sieht. Es ist nicht zu verwechseln mit dem Opossum in Amerika, welches sich bei Bedrohungen totstellen kann. Das Possum in Australien läuft bei Gefahr davon oder kann im Ausnahmefall aggressiv werden.
In der Natur frisst das Possum Blätter, Blüten und Früchte; in den städtischen Gebieten frisst es jedoch fast alles. Besonders auf Campingplätzen kann man Possums nachts gut sehen. Leider haben sie meistens fast keine Angst vor Menschen und versuchen, an ihr essen zu kommen. Deshalb sollte man sie nicht füttern.
Wer am Strand surfen oder schwimmen gehen will, sollte am besten von Dezember bis Februar kommen, da es um diese Zeit sehr heiß ist. Beliebte Strände sind beispielsweise in Byron Bay, Jervis Bay oder der Bondi Beach in Sydney.
Der Herbst und der Frühling eignet sich besser für das Landesinnere oder Wanderungen in Nationalparks, wie zum Beispiel den Blue Mountains. Von Juni bis August ist in Australien Winter. Wer Glück hat, kann zu dieser Zeit in den Snowy Mountains Ski oder Snowboard fahren gehen.
Highlights
New South Wales ist hauptsächlich für Sydney bekannt; aber auch Nationalparks und Surfspots sind hier sehr beliebt.
Sydney Opera House
Wie schon erwähnt, liegt das Sydney Opera House direkt am Hafen in Sydney und ist weltweit bekannt.
Um 1955 wollte der damalige Premierminister von New South Wales, Joseph Cahill, jedem Bürger den Zugang zu Musik möglich machen und stellte ein Jahr später, 1956, einen internationalen Wettbewerb auf, um ein neues Opernhaus zu errichten. Der dänische Architekt Jørn Utzon sendete 12 verschiedene Vorschläge ein und gewann gegen mehr als 223 Einwürfe.
Das Opernhaus wurde 1973 fertiggestellt und soll mit seinen muschelförmigen Dächern an die Klippen Sydneys und die Segel im Hafen erinnern. Heutzutage gibt es verschiedene geführte Touren um das Innere zu erkunden. Natürlich finden auch verschiedenste Musikveranstaltungen statt. Direkt neben dem Opernhaus befinden sich der botanische Garten, sowie mehrere Restaurants und Souvenirshops.
Die Blue Mountains sind etwa 100km westlich von Sydney und eine der Hauptattraktionen in New South Wales. Auch sind es vermutlich die bekanntesten Berge in Australien. Mit dem Auto benötigt man ca. zwei Stunden. Die Zugfahrt dauert etwa 20 Minuten länger, ist jedoch eine Direktverbindung von Sydney aus.
Am bekanntesten sind wahrscheinlich die Three Sisters, die von der Echo Point Aussichtsplattform zu sehen sind. Außerdem hat man einen weiten Blick über Jamison Valley, der untere Teil des Nationalparks. Der Echo Point, sowie die meisten Wanderwege befinden sich südlich von Katoomba, jedoch gibt es auch im Norden eine Menge weiterer Wanderwege und Aussichtspunkte.Außerdem gibt es auch eine Menge an Wasserfällen zu bestaunen, wie die Wentworth Falls. Das Wasser fällt dort etwa 100m in die Tiefe ins Jamison Valley.
Viele Wanderwege sind One-Way-Routen, jedoch gibt es gute Busverbindungen zwischen den Orten der Start- und Endpunkte. Für jedes Fitnesslevel ist hier etwas zu finden. Wer mehr als einen Tag Zeit hat, sollte auf jeden Fall versuchen, mindestens ein Wochenende in den Blue Mountains zu verbringen.
Als weiteres Highlight in den Blue Mountains gibt es die Scenic World, in der man mit Cable Cars die sowohl den oberen Teil der Blue Mountains als auch den unteren Teil – das Jamison Valley – besuchen kann, ohne den gesamten Berg herunter laufen zu müssen. In Scenic World befindet sich außerdem die steilste Cable Car Strecke der Welt.
Nördlich in der Nähe von Coffs Harbour befindet sich der Dorrigo Nationalpark. Er ist Teil des Gondwana Rainforests und ist UNESCO Welterbe. Er wurde nach dem Urkontinent der Südhalbkugel benannt, welcher vor 500 bis 550 Mio. Jahren entstanden ist.
Der Dorrigo Nationalpark ist besonders gut für Vogelbeobachtungen. Das Gebiet ist geschützt und bietet einen Lebensraum für sämtliche Arten an Vögeln und anderen Tieren. Der Hauptaussichtspunkt gibt einem einen weiten Blick über den gesamten Nationalpark bis zum Meer. Wer ganz leise ist und Glück hat, hört vielleicht ein Lyrebird (Leierschwanz). Dieser fasanenartige Vogel kann fast jedes Geräusch nachahmen.
Um den Aussichtspunkt herum gibt es jede Menge Wanderwege und Wasserfälle. Je nach Zeitbudget kann man hier ein paar kurze Spaziergänge machen, als auch eine Tageswanderung machen.