Queensland liegt im Nordosten Australiens und hat ca. 5,3 Millionen Einwohner. Etwa die Hälfte davon (2,7 Mio.) wohnt in der Hauptstadt Brisbane an der Ostküste. Ab von der Küste, liegt das Outback. Hier ist es sehr leer und auch wenn es tagsüber im Sommer über 40°C werden kann, ist es nachts doch ziemlich kühl. Das Klima selbst ist tropisch im Norden und eher subtropisch im Süden des Staates.
Brisbane
Brisbane liegt wie bereits erwähnt im Südosten Queenslands und ist das ganze Jahr über relativ warm. Auch im Winter liegt die Durchschnittstemperatur bei minimal 10°C und maximal 21°C. Zum Vergleich: In Frankfurt schwankt das Wetter beispielsweise zwischen 0°C und 5°C.
Brisbane wirkt trotz der hohen Einwohnerzahl nicht wie eine Millionenstadt. Ein Grund dafür ist der Southbank Park – eine 17,5 ha große Grünfläche mit Spielplatz, kostenlosem Freibad, kleinem Regenwald und vielen Plätzen zum relaxen. Das Freibad wurde als Ersatz für den Strand erbaut, da dieser sehr weit außerhalb liegt.
StadtblickSouthbank Pool
Artenvielfalt
In Queensland gibt es viele besondere australische Tiere zu entdecken, die man nicht kennt. Es gibt viele „geheime Spots“, wo man sie finden kann. Insbesondere das Cassowary, Dingos, Koalas und viele Meerestiere sind hier leicht zu entdecken.
Cassowary (Kasuar)
Der Cassowary gehört, wie die Strauße und Emu’s zu den Vögeln, die nicht fliegen können und ist im Norden Queensland rund um den Daintree Rainforest zu finden. Er erreicht eine Höhe von 1,5 m erreichen und hat eine Art „Helm“ auf dem Kopf. Der Cassowary zählt durch seine 10-12 cm langen, dolchartigen Krallen an ihren inneren Zehen als gefährlichster Vogel der Welt. Mit den Krallen kann er sogar Menschen töten, aber solange er sich nicht bedroht fühlt, kann man ihn ohne Gefahr bestaunen.
Der Dingo ist Australiens Wildhund. Im Vergleich zu Haushunden, hat er eher spitze Ohren und eine beige Farbe. Sie leben seit etwa 4000 Jahren in Australien und sind die größten fleischfressenden Säugetiere dort. Zum Leben bevorzugen sie Wald- und Wiesengebiete, sind aber am einfachsten auf K’gari (Fraser Island) zu finden. Eine reine Sandinsel mit Wald und Seen. Hierhin gibt es viele Tagestouren für Touristen. Trotz seinem süßen Aussehen sollte man ihm nicht zu nahe kommen und auf keinen Fall füttern.
Queensland ist der perfekte Staat um möglichst viele Meerestiere zu entdecken. Durch das Great Barrier Reef kann man hier viel schnorcheln und tauchen. Es gibt hier etwa 9000 verschiedene Meerestierarten. Von Walen über Schildkröten bis hin zu Haien gibt es hier alles zu sehen. Neben Fischen gibt es aber hier auch jede Menge schöner Korallen. Im letzten Jahr hat sich das Korallenriff zwar stark erholt, aber das Korallenbleichen geht trotzdem weiter.
Je nachdem, wohin man reisen und was man sehen möchte, gibt es unterschiedlich gute Reisezeiten
Der Norden ist am besten im Winter zu bereisen, also von Mai bis Oktober, da dort im Sommer Regensaison ist und es viele Überschwemmungen und Stürme gibt. Außerdem ist im Winter die Luftfeuchtigkeit zumindest ein klein wenig geringer. Die Tagestemperaturen bewegen sich um die 25 bis 30°C.
Im Süden lohnt es sich im Frühling oder Herbst. Es gibt zwar mehr Regentage, aber es ist weder zu heiß noch zu kalt. Wer gerne schwimmen gehen möchte, für den lohnt sich der Sommer auch sehr stark.
Highlights
Queensland hat sehr viel zu bieten. Es gibt viele besonders schöne Inseln als auch Tierarten und Nationalparks.
Great Barrier Reef
Das Great Barrier Reef zieht sich mit etwa 2300km entlang der gesamten Ostküste Queensland und ist das weltgrößte Korallenriff. Die gesamte Fläche entspricht in etwa der Größe Deutschlands und ist sogar aus dem Weltraum zu sehen. Das Great Barrier Reef besteht aus ca. 2900 einzelnen Riffen und ist die artenreichste Region der Welt. Außerhalb von Fischen und Korallen gibt es dort auch Wale, Schildkröten und viele weitere Tierarten.
Es ist eine der bekanntesten Tourismusattraktionen für Tauchen und Schnorcheln. Touren und Ausflüge gibt es meistens im Norden in der Nähe von Cairns oder Airlie Beach.
Der Daintree Rainforest befindet sich nördlich von Cairns und ist der älteste noch existierende tropische Regenwald (ca. 180 Mio. Jahre, also 10 Mio. Jahre älter als der Amazonas) und ein besonderer Ort, um die Aborigine-Kultur und einzigartige Natur Australiens kennenzulernen. Die Fläche beträgt 1200km², was etwa viermal so groß wie Bremen ist. Im Daintree Rainforest gibt es über 3000 verschiedene Pflanzenarten. Außerdem gelten ca. 400 Tier- und Pflanzenarten als selten oder bedroht – dazu zählt das Southern Cassowary, welches nur dort zu finden ist. Der Regenwald gilt als UNESCO-Weltkulturerbe und ist spirituell und kulturell ein wichtiger Ort für die Aborigines. Die beste Reisezeit für einen Besuch im Daintree Rainforest ist von Juli bis Oktober, da dort die Trockensaison ist.
K’gari ist der traditionelle Name der Butchulla und bedeutet Paradies in deren Sprache. Es ist die größte Sandinsel der Welt und befindet sich im Süden Queenslands, etwa 300km nördlich von Brisbane. Um die Insel zu erkunden benötigt man entweder ein 4WD Auto oder muss eine Tour buchen, denn mit einem normalen Auto bleibt man schnell stecken. Trotz, dass es nu eine kleine Insel im Meer ist, gibt es dort ein paar kleine Süßwasserseen. Am bekanntesten ist der Lake McKenzie. Eine der Hauptattraktionen ist der 75 Mile Beach (123km), welcher geichzeitig die sandigste Straße Down Unders ist. Der gesamte Strand ist als Highway ausgewiesen und darf mit maximal 80km/h befahren werden. Ein sehr beliebter Ort ist das Schiffswrack der Maheno. Es war einst ein Passagierschiff, welches auf dem Weg zu seiner Ruhestätte in Japan auf K’gari untergegangen ist. Auf der gesamten Insel gibt es Dingos. Trotz dem süßen Aussehen sollte man ihnen nicht zu nahe kommen, da es immer noch Wildhunde sind. Von Juni bis Oktober kann man hier sogar Wale beobachten. Die beste Zeit für einen Ausflug nach K’gari ist von Januar bis März, da die Temperaturen um die Zeit perfekt zum Schwimmen sind.